Medizinische Einsatzgebiete von Cannabis

Es gibt viele Gründe warum man sich für Cannabis als Medizin entscheiden kann: bei Medikamenten-Unverträglichkeit, bei schlimmen Nebenwirkungen herkömmlicher Medikamente oder wenn Patienten auf die jeweilige Standardtherapie nur ungenügend ansprechen, dann liegen eindeutige Beweggründe vor. Andererseits besitzen Medikamente auf Cannabisbasis jedoch einige hervorragende Eigenschaften, die es auch für unentschlossene Patienten sehr attraktiv machen.

Anwendungsgebiete medizinisches Cannabis

 

Keyfeatures medizinisches Cannabis

  • Geringfügige unbedeutende Nebenwirkungen, gegen die Patienten sehr schnell eine körpereigene Resistenz entwickeln und die ohne weiteres Zutun wieder verschwinden.
  • 100% natürliche Medizin, die mit dem körpereigenen Endocanabinoid-System eine perfekte Synthese eingeht.
  • Die Suchtgefahr ist gegenüber dem allgemeinen Irrglauben sehr gering.
  • Stimmungsaufhellende oder entspannende Wirkung
  • Geeignet als Ergänzung zu herkömmlichen Therapien (zB. zur Linderung der Nebenwirkungen einer Krebstherapie)

 

Gesellschaftliche Situation

Die pharmazeutische Wirkung von Cannabis wird derzeit intensiv erforscht (leider nicht in Italien und auch nicht in Südtirol). Das Wissen über die Einsatzgebiete ist jedoch nicht sehr verbreitet. Interessierte Personen müssen sich schon darum bemühen, die richtigen Informationen zu finden und Ärzte anzusprechen, die dem Thema etwas aufgeschlossen gegenüberstehen.

 

Persönlicher Cannabis-Check

Sie können ganz einfach herausfinden, ob eine bestimmte Diagnose für die Behandlung mit Cannabis überhaupt geeignet ist. Suchen Sie dafür in Google nach der folgenden Begriffskombination: Ihre "Diagnose" und "Cannabis" ... danach wissen Sie schon mehr!

 

Fachkompetente medizinische Begleitung

Seien Sie sich immer bewusst: Es geht um Ihre Gesundheit! Wenn Sie Cannabis als Medizin einsetzen möchten, machen Sie das gemeinsam mit dem Arzt Ihres Vertrauens. Jeder Arzt in Italien kann Cannabis verschreiben!

P.S.: Falls Ihr Arzt nicht dazu bereit ist, finden Sie auf der Seite “Legale Beschaffung” Informationen wie Sie auf anderem Wege legal zu Cannabispräparaten kommen.

 

Medizinische Einsatzgebiete

Gut dokumentiert ist die Wirksamkeit in der Schmerztherapie, bei multipler Sklerose, Übelkeit, Erbrechen und Kachexie. Damit ist das pharmazeutische Potential von Cannabis bei weitem noch nicht erschöpft: Gewisse Krebsformen, psychiatrische Symptome (z.B. Schlafstörungen, Angststörungen, ADHS, bipolare Störungen, schizophrene Psychosen, endogene Depressionen), entzündliche Schmerzsyndrome (z.B. Colitis ulcerosa, Arthritis), Autoimmunerkrankungen (z.B. Morbus Crohn), neuronale Erkrankungen z.B. Epilepsie, Parkinson) wurden bereits erfolgreich mit Medizinalhanf oder Extrakten behandelt.
Einen guten Überblick der am meisten verbreiteten Beschwerden und Krankheiten, für die eine Behandlung mit Cannabis bewiesenermaßen geeignet ist, gibt das folgende Schaubild das wir aus einem lesenswerten italienischsprachigen Artikel von www.cannabisterapeutica.info entnommen haben.

Therapeutische Anwendungen Cannabis (c) Dolce Vita

 

Eine umfangreiche Liste von Einsatzgebieten, mit klinischen Studien und Fallberichten hinterlegt, finden Sie auf der Website der internationalen Arbeitsgemeinschaft für Cannabinoidmedikamente (IACM)

Therapeutischer Nutzen der Cannabinoide

 

Unerwünschte Nebenwirkungen

Nebenwirkungen können sein:  Müdigkeit, Schwindelgefühl, psychische Störungen bis hin zur Paranoia, physische Nebenwirkungen sind trockener Mund, Steigerung der Herzfrequenz, Blutdruckabfall.

Sämtliche Nebenwirkungen sind absolut nicht lebensbedrohlich und vergehen in kurzer Zeit allein durch Ausruhen und ohne weiteres Zutun. Weiters berichten Patienten, dass Sie recht schnell ein körpereigene Resistenz gegen die meisten unerwünschten Nebenwirkungen entwickelt haben.

 

Hinweis

Die Informationen auf dieser Website dienen als Orientierungshilfe für Patienten und Ärzte.